Ursprünglich zum Pfarrsprengel Reichenbach gehörend, erhielt
Mylau um 1250 eine kleine Kirche - dem
heiligen Wenzel, dem
Schutzpatron von Böhmen, geweiht. Nach Abbruch der romanischen Kirche 1887 entstand bis
1890 an gleicher Stelle ein großer neogotischer Backsteinbau mit ungewöhnlich hohem Turm
(72m). Gestaltung und Interieur des Innenraumes bilden eine beeindruckende Einheit. Zur
Originalausstattung gehören
Altar, Kanzel, Lesepult, Orgelprospekt und
Kirchengestühl.
Die farbenprächtigen Bleiglasfenster fertigten Kölner Kunstglaser und
ein Hamburger Kirchenmaler.
Durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten konnte 1986 bis 1989 die
ornamentale Bemalung des großen Kirchenraumes wiederhergestellt werden. Aus dem
Vorgängerbau wurde das Orgelwerk von 1731 übernommen. Es stammt von Gottfried
Silbermann, dem bedeutendsten Orgelbauer des Spätbarocks. Durch eine von Mylaus
Partnerstadt Waldenbuch gespendete Glocke besitzt die Kirche seit 1990 ein klangschönes
Vierergeläut.
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